„Bio - pro und contra“

Ein Bericht über die Exkursion der Klasse 351B+ am 14.10.2016 zur Demeter Hofgemeinschaft „Marienhöhe“ in Bad Saarow

Passend zu den Themen des dritten Semesters, „pflanzliche Rohstoffe“ und „vegetarische und vegane Lebensformen“, erhielten wir, vorbereitend auf die Exkursion, von Landwirtschaftsmeister Marcus Sperlich einige theoretische Einblicke „pro- und contra“ in die biologische Landwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen.

Sein Verständnis einer ganzheitlichen biologischen Landwirtschaft beinhaltet gleichermaßen die Viehzucht, wie den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse. Er versteht den Hof als Kreislauf, in dem nur so viele Tiere gehalten werden, dass sie ohne Futterzukauf ernährt werden können. Gleichzeitig dient der Dung der Tiere als guter Dünger für die Felder.
Diesen biologischen Kreislauf konnten wir uns nun auf der Demeter Hofgemeinschaft „Marienhöhe“, dem ältesten Demeterhof Deutschlands (umgestellt 1928) selbst ansehen.
Nach einer kurzen Einführung durch Fridtjof Albert, einem der Hauptverantwortlichen der „Marienhöhe“, startete der Rundgang über das rund 200 ha große Gehöft, auf dem zur Zeit 35 Menschen leben und arbeiten.

 OSZ Gastgewerbe Bio pro und kontra 01

Die biologisch dynamische Landwirtschaft ist in vielen Bereichen sichtbar, so werden Rinder und Schweine mit dem Grün der gerade geernteten Futtermöhren gefüttert oder in einem Trog zu Beginn des Jahres ein Hornmist-Präparat mit Wasser vermengt, das für mehr Fruchtbarkeit auf die Felder gebracht wird.
Neben dem Ackerbau und der Zucht von Rindern (rotes Höhenvieh) und Schweinen (deutsches Sattelschwein), betreibt die Hofgemeinschaft auch eine eigene Molkerei, einen Gemüsegarten und eine Bäckerei. Die Endprodukte, wie Joghurt, Leberwurst oder Honig kann man im Hofladen und Samstags auf dem Markt am Chamissoplatz (Kreuzberg, Berlin) erwerben.
Zum Abschluss unserer Exkursion konnten wir uns bei einem gemeinsamen Picknick selbst von der Qualität und dem Geschmack der Hofeigenen Produkte überzeugen. Frisches, knackiges Gemüse, verschiedene Molkereiprodukte, Obst, Brot und Fleischprodukte vom Hof  überraschten und begeisterten uns mit ihrem intensiven unverfälschten Geschmack.

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Satt gegessen und mit vielen neuen Eindrücken traten wir, nachdem wir uns im Hofladen eingedeckt hatten, den Heimweg nach Berlin an.
Wer selbst einmal den Hof und seine Geschichte erkunden möchte, kann kostenfrei an einer der monatlich stattfindenden Hofführung teilnehmen oder sich als freiwilliger Erntehelfer, zum Beispiel zur Karottenernte, melden.
Für uns war es eine tolle, erlebnisreiche Erfahrung!

Vielen Dank dafür an Marcus Sperlich, Fridtjof Albert und Sebastian Müller!

Die Köche der Klasse 351B+

Text: Leonie Küpper