Sprachförderung

Sehr geehrte Damen und Herren,

da wir seit einigen Jahren vermehrt Auszubildende mit sehr geringen Deutschkenntnissen in die Schule aufnehmen, hat das OSZ-Gastgewerbe Angebote entwickelt, um die Auszubildenden in ihrer Ausbildung sprachlich gezielt und verstärkt zu unterstützen. Die regelmäßige und kontinuierliche Entwicklung der deutschen Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Auszubildende das Ausbildungsziel erreichen und in den Facharbeitermarkt integriert werden können. Auch die Unterstützung von betrieblicher Seite ist dafür unerlässlich.

Durch einen Sprachstands-Test lässt sich der Sprachstand der Auszubildenden ermitteln, der Test wird an zwei Tagen in der Woche durchgeführt. Mit dem Ergebnis dieses Tests können weiterführende Angebote bzw. Empfehlungen ausgesprochen werden.

Unsere Unterstützungsangebote sind folgende:

Schüler*innen mit sehr geringen Deutschkenntnissen kommen in eine extra Klasse mit maximal 20 Schüler*innen. Darüber hinaus brauchen diese Schüler*innen gezielt sprachliche Förderungen beispielweise durch zusätzliche Kurse.

In den Turnuswochen zwischen den Berufsschulwochen werden je 4 h Sprachförderkurs zusätzlich angeboten. Dieses Angebot besteht bereits seit knapp drei Jahren und wird seit Oktober 2019 durch den Bildungsträger WIPA GmbH bei uns an der Schule fortgeführt.

Seit Februar 2020 und der Neuaufnahme der Koch-Auszubildenden mit erweiterter Stundentafel war es möglich einen Berufssprachkurs im Stundenplan zu integrieren, dieser Berufssprachkurs findet in jeder Woche statt, also auch zwischen den Berufsschulwochen. Die Teilnahme anderer Auszubildenden (Lehrjahre, anderer Ausbildungsberufe) ist beim Bildungsträger vor Ort möglich. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) fördert und unterstützt diese sogenannten BAMF-Kurse.

Um grundsätzlich einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu gewähren, ist bei der Aufnahme der Mindest-Sprachstand B1 wünschenswert. Alle Jugendlichen, die diesen Sprachstand nicht aufweisen, sollten zunächst die deutsche Sprache lernen und danach die Ausbildung beginnen. Im Schuljahr 2019/2020 startete ein Pilotprojekt, in dem potentielle Auszubildende des Gastgewerbes eine 6- bis 12-monatige berufsbezogene Deutsch- und (Alltags-) Grundbildungsphase durchlaufen können. Dieses Pilotprojekt findet in Kooperation mit dem Bildungsträger kiezküchen gmbh statt.

https://www.bildungsmarkt.de/weiterbildung/integration-sprache/nig-neu-im-gastgewerbe/

Ansprechpartner ist Herr Tibor Unger  (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Vorrangiges Ziel ist der Übergang in die duale Ausbildung bei Erreichen des entsprechenden Sprachstandes (B1) (Informationsflyer).

Weitere Varianten der vorberuflichen Ausbildung sind die BQL-Klassen der Abteilung 3 unserer Schule. Hierbei können Sie – als betrieblicher Ausbilder – den Jugendlichen zunächst als Praktikanten kennenlernen und das OSZ vermittelt die nötigen Sprachkenntnisse. Nach einem Jahr kann dann die reguläre Ausbildung beginnen.

Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:

Birgit Reinkens (kom. Abteilungsleitung): 030 914266-262

Michael Gotthardt
Stellvertretender Schulleiter