Wein kann man im Unterricht erklären. Oder man fährt auf den Weinberg, erntet die Trauben selbst und macht einfach seinen eigenen. Genau das haben die TeilnehmerInnen der Gastro+ Wine Making Masterclass am 3. und 4. September 2026 gemacht.
Das Modul ist Teil von Gastro+ im Fachbereich Restaurantmanagement unter der Leitung von Annett Hansen – und steht genau für das, was Gastro+ ausmacht: Fachwissen nicht nur vermitteln, sondern erlebbar machen.
Gemeinsam mit Sommelier Frank Deutschmann und unserem Kollegen Fabian Weniger aus dem Fachbereich Restaurantmanagement ging es am ersten Tag raus aus der Schule und auf den Werderaner Wachtelberg.
Dort wurden wir von Familie Lindicke herzlich empfangen – und dann hieß es: Scheren in die Hand und ran an die Trauben! Geerntet wurden Müller-Thurgau und Dornfelder. Und spätestens nach den ersten Reihen war klar: Weinlese sieht romantischer aus, als sie sich für den Rücken anfühlt. Denn die Trauben hängen nun einmal nicht praktischerweise auf Augenhöhe, sondern eher auf Hüfthöhe – oder gerne auch noch ein Stück darunter. Nach getaner Arbeit wartete zum Glück ein richtig tolles Mittagessen auf alle. Und eine besonders leckere Erinnerung gab es gleich noch dazu: Jede und jeder durfte eine Flasche frisch gepressten Traubenmost mit nach Hause nehmen.
Aber damit war die Masterclass natürlich noch lange nicht vorbei.
Rund 30 Kilogramm rote Trauben machten sich mit uns auf den Weg zurück ans OSZ. Am nächsten Tag wurde aus der Ernte dann tatsächlich unser eigener Wein angesetzt: Rotwein und Rosé. Natürlich braucht ein echter OSZ-Wein auch ein eigenes Gesicht – also wurden gleich noch die passenden Etiketten kreiert. Und jetzt?
Jetzt arbeitet der Wein erst einmal ganz allein weiter. Er darf gären, sich entwickeln und später noch ein bisschen ruhen. Wir müssen uns also in Geduld üben – und das dürfte fast genauso schwierig werden wie die Weinlese.
Denn am Ende dieser Gastro+ Masterclass soll etwas entstehen, das es so bei uns noch nicht gab: der erste eigene OSZ-Wein.
Wir sind mindestens genauso gespannt wie Ihr, wie er schmecken wird!








