Metro Cup 2019
„Streetfood aus 5 Ecken der Welt“

Am Freitag, 23. August 2019 fand der diesjährige Metro Cup in der Metro Academy in Berlin-Schönefeld mit 6 Schüler/innen des OSZ Gastgewerbe Berlin statt. Hatten die Teilnehmer im letzten Jahr eine dreigängige Speisenfolge erstellen müssen, sollte das Motto in diesem Jahr ungezwungen und nah am Köchenachwuchs sein.

Die angehenden Köche hatten die Aufgabe vorgegebene Streetfoodspeisen aus fünf Ländern für jeweils 10 Gäste herzustellen.

Folgendes Streetfood musste in der vorgegebenen Zeit produziert werden:

Argentinien - Empanadas und Chimichurri
Philippinen - Binaki und Latik
Japan - Takoyaki mit würziger Mayonnaise und Algensalat
Neuseeland - Surf and Turf Burger mit Hirschfleisch und Thunfisch
Libanon - Kibbeh und Hummus

Als Teilnehmer hatten sich folgende Kochschüler/innen im Vorentscheid qualifiziert:

  1. Kevin Petersen Hotel Regent Berlin
  2. Justyna Biernat Hotel Moa Berlin
  3. Markus Suntinger Abion Spreebogen Waterside Hotel
  4. Lourdes Esquivel Scandic Hotel, Potsdamer Platz
  5. Caroline Glusa Scandic Hotel, Potsdamer Platz
  6. Chris Fendler Hilton Berlin

Die Teilnehmer hatten z. T. schon mehrfache Wettkampferfahrung und auch renommierte Titel erkocht. Markus Suntinger hatte den Mut zum ersten Mal bei einem Kochwettbewerb anzutreten. Als Prozessjuroren bewertete das erfahrene Team mit Annette Ehrke (Oberstudienrätin vom OSZ Gastgewerbe) und Klaus Rech (F&B Manager vom Hotel Park Inn Berlin). Der Wettkampf begann bereits um 10.00 Uhr mit einer Einweisung und der Ausgabe der Warenkörbe, die Steffen Schwarz (Küchenleiter der Metro Academy) bestens kommissioniert hatte. Die sechs Kochkojen waren voll ausgestattet. Daneben standen Frittösen und Wasserbecken für das Sous-vide Garen zur Verfügung.
Hochwertige Lebensmittel, wie Thunfisch, Hirschfleisch, Rinderhüfte und Oktopus warteten auf ihre Verarbeitung. Vor der Mittagspause brachten die Wettkampfteilnehmer die Arbeitsplätze zum Blitzen. Die Verschnaufpause am runden Tisch mit hausgemachten Sandwiches, Kartoffelsalat und Salsiccia tat den jungen Köchen gut. Sie konnten in lockerer Atmosphäre etwas Luft holen, über ihre Fortschritte und bevorstehenden Aufgaben nachdenken und sich bei den heißen Temperaturen erfrischen.
Dann ging es auch schon mit Vollgas in die zweite Etappe. Und nicht nur die Teige und Massen nahmen Gestalt an. Gegen 17.30 Uhr trafen die Gäste ein. Das war schon ein erlesener Kreis, der sich hier einfand um dem Nachwuchs seine Aufwartung zu machen. Neben den Länderexperten der teilnehmenden Nationen, konnte die Botschafterin  der Republik der Philippinen Frau Tess Dizon de Vega, der erste Botschaftssekretär von Japan Herr Tomihiko Kayashima  und die argentinische Botschaftssekretärin Frau  Maria Emilia Pelacchi  sowie der Wirtschaftsreferent Herr Manarin vom Regionalmanager der Metro Herrn Mischok und der Regionalmanagerin Public relations Frau Julia Stein begrüßt werden. Das Begrüßungsgetränk wurde vom fachlich geschulten Personal gereicht. Im Ausschank befanden sich neben libanesischen Weinen aus dem Chateau Ksara, japanischer Sake und philippinischer Don Papa Rum. Unter die Gäste hatten sich auch Ausbilder und HR aus den beteiligten Betrieben gemischt, welche mit ihren Azubis mitfieberten. Als erstes Streetfood wurden libanesische Kibbeh und Hummus gereicht. Der Experte Ali Zeaiter machte sich schnell ein Bild von der Anrichteweise und kommentierte die Beschaffenheit sowie den Geschmack der Füllung sowie des Hummus. Zielsicher fand er sein Urteil, welches mit der Sensorikjury um Steffen Schwarz und Niklas Siebecke übereinstimmte. Nun folgten die argentinischen Empanadas mit Chimichurri. Die Inhaber der Restaurants Gloria Herr Santiago Farfán Marque und  Herr Maximiliano Paloccini bewerteten authentisch die Kreationen. Die Geschmäcker und Präferenzen wurden intensiv diskutiert. Es konnte kein gemeinsamer Sieger festgelegt werden. Also einigten sich die Restaurantbesitzer auf zwei erste Plätze, welches sie mit je einem Gutschein für ein Essen zu zweit belohnten. Als dritten Gang genossen die Gäste Binaki und Latik. Hier bestand das Expertenteam aus Maite Dittke aus Düsseldorf und Bulawan Callanta Koch und Inhaber des Restaurant Ayan. Bei diesen Speisen kam es auf die Konsistenz des schwierig herzustellenden Latik an. Etwas zu lange erhitzt schmeckt es schnell bitter. Auch hier fällte das Team eine einheitliche Meinung, welches auch mit einem Gutschein für 2 Personen im Restaurant Ayan dotiert war. Als weitere Spezialität aus dem asiatischen Raum verkosteten die Gäste nun Takoyaki aus Japan.

OSZ Gastgewerbe Metro Cup 2019 20
Frau Shoko Kono und der 1. Botschaftssekretär Tomihiko Kayashima begutachteten die angerichteten Speisen, bauten eine Reihenfolge nach der Anrichteweise auf und verkosteten die Köstlichkeiten. Dann war der Sieger ermittelt.

OSZ Gastgewerbe Metro Cup 2019 17
Zum Schluss kam das neuseeländische Team mit dem Koch Shannon Campbell und dem Fleischer Simon Ellery. Das Serviceteam brachte Surf and Turf Burger, die ihre individuellen Noten hatten. Die Buns waren von unterschiedlichem Aussehen und die Konsistenz variierte ebenfalls. Das Verkosten machte den beiden Juroren sichtlich Spaß, aber auch bei ihnen gab es nur einen Gewinner, der sich über ein Foodpackage freute. Mittlerweile hatten die Wettkampfteilnehmer die Küche geputzt und auch schon Kontakt mit den Gästen aufgenommen. Die Gäste hatten sich untereinander und mit den Juroren ausgetauscht. Als weitere Höhepunkte standen die Landeswertungen und Siegerehrungen an. Ali Zeaiter überreichte Kevin Petersen vom Hotel Regent den Preis für das beste libanesische Streetfood.  Die Koch-Auszubildende Caro Glusa vom Hotel Scandic Potsdamer Platz nahm den Preis für das beste philippinische Streetfood von der Botschafterin Frau Dizon de Vega entgegen. Das angesetzte Gruppenfoto mit Maite Dittke und Bualawan Callanta drückte pure Freude aus. Die argentinischen Experten Santiago Farfán Marque und Maximiliano Paloccini kürten die Kocheleven Lourdes Esquivel vom Hotel Scandic Potsdamer Platz und Chris Fendler vom Hotel Hilton zu Siegern des argentinischen Streetfood. Nun kam der erste Botschaftssekretär Japans Tomihiko Kayashima und Frau Shoko Kono auf die Bühne und überreichten Kevin Petersen hochwertige japanische Küchenutensilien als Preise. Auch beim letzten Streetfood, dem neuseeländischen Surf and Turf Burger konnte Kevin Petersen den Preis in Form eines Foodpackages von Shannon Campbell und Simon Ellery entgegennehmen. Nach stürmischem Applaus vernahm man ein Summen und Lachen im Raum, welches durch die zahlreichen intensiven Gespräche entstand. Die internationalen Experten gaben dem Köchenachwuchs zahlreiche Tipps, welche durch die Hinweise der Juroren ergänzt wurden. Der CEO der Metro Deutschland Herr  Frank Jäniche aus Düsseldorf und der Regionalmanager Herr Guido Mischok strahlten und schienen mit dieser Art der Nachwuchsförderung und den gezeigten Leistungen sehr zufrieden zu sein. Die Gesamtsieger  werden wieder bei den Chef Days auf einer großen Bühne vor der internationalen Fachwelt gekürt. Ein weiteres herausragendes Erlebnis für die angehenden Köche. Ich möchte mich bei allen beteiligten Personen bedanken.

OSZ Gastgewerbe Metro Cup 2019 30 Philippinen
Mein besonderer Dank geht an die Ausbilder und HR in den Ausbildungsbetrieben sowie an die Juroren und die internationalen Experten. Ein weiterer besonderer Dank geht an die Botschaften von den Philippinen, Japan  und Argentinien für die Unterstützung des Metro Cups. Ein Wettbewerb dieser Größenordnung ist ohne starke Partner nicht möglich. Deshalb möchte ich meinen großen Dank an Herrn Guido Mischok, Frau Julia Stein, Herrn Steffen Schwarz und Herrn Daniel Klandt von der Metro  aussprechen. Wir freuen uns auf den Metro Cup 2020.

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Niklas Siebecke

Fachbereichsleiter Technologie